Autor: Balistreri

RESILIENZ – 5 Dinge, die Dir Kraft geben!

Nicht jeder von uns hat eine einfache Vergangenheit. In meinen Coachings begegne ich immer wieder Menschen, die ganz schwierige persönliche Geschichten erlebt haben. Allerdings gibt es Menschen, die damit deutlich besser umgehen können und widerstandfähiger zu sein scheinen. In der Fachsprache nennt man dies Resilienz. Damit ist die innere Widerstandsfähigkeit gemeint, wenn wir schwierige oder traumatische Situationen überwinden und trotzdem weiter machen können.

Resilienz ist aber nichts, was man hat oder nicht hat. Es gibt Menschen, die dies bereits vorgelebt bekommen haben und dadurch per se schon resilienter mit vielen Dingen umgehen.

Laut Studien gibt es 5 Dinge, die Dich resilienter machen und Dir damit den Mut und die Kraft geben, auch schwerwiegende, traumatische Ereignisse oder Lebenskrisen hinter Dir zu lassen.

 

KOHÄRENZ (Lebensziel, Sinn)

Mit Kohärenz ist der Sinn im Leben oder das Lebensziel eines Einzelnen gemeint. Menschen mit einem bestimmten Lebensziel oder Sinn finden nach einem Tiefschlag viel schneller zurück ins Leben. Sie wissen, dass ihr Leben einer höheren Sache dient. Das bemächtigt sie, weiterzumachen und nicht an den Schicksalsschlägen zu verzweifeln. Dabei ist es unerheblich, ob dieses Lebensziel privater oder gesellschaftlicher Natur ist. Was zählt, ist der tiefe Wunsch, diesem Ziel zu folgen.

Wenn meine Klienten ins Coaching kommen und nach Ihrer Berufung suchen, sind sie meist auf der Suche nach Ihrem Lebensziel. Dabei muss es nicht immer zwingend die Berufung sein, die uns im Leben einen Sinn gibt. Es können auch ganz einfache Dinge sein, wie eine ehrenamtliche Tätigkeit oder ein gemeinnütziges Projekt zu unterstützen.

 

ERFAHRENE SELBSTWIRKSAMKEIT

Menschen, die sich ihren Stärken bewusst sind und diese auch gezielt einsetzen, erfahren Selbstwirksamkeit. Das bedeutet, sie erleben, dass ihr Tun einen Unterschied macht. Dass ihr Einsatz oder Ihre Arbeit etwas bewegt, verändert oder mitgestaltet.

Um schneller in unsere Selbstwirksamkeit zu kommen, müssen wir uns unserer Stärken und Talente bewusstwerden. Leider werden wir viel zu selten danach gefragt, was unsere Stärken sind. Vielmehr versuchen die meisten von uns immer, in einen Rahmen zu passen, z.B. in gesellschaftliche Normen, Stellenausschreibungen, Unternehmen und Familiensysteme, die nicht zu ihnen passen.

Wenn wir nicht unseren Stärken entsprechend handeln und im falschen „Rahmen“ unterwegs sind, erleben wir nie wirkliche Selbstwirksamkeit.

 

REALISTISCHES SELBSTBILD

Wenige Menschen haben wirklich ein realistisches Selbstbild. Die meisten von uns sind entweder zu selbstkritisch oder zu selbstverliebt. Sind wir zu selbstkritisch, kommen wir oft nicht in unser volles Potenzial. Wir machen uns selbst kleiner als wir sind, malen uns schon vorher alle möglichen Horrorszenarien aus und bleiben meistens in unserer Komfortzone.

Sind wir zu selbstverliebt, nehmen wir oft unser Umfeld nicht wahr, bewerten vieles negativ (außer uns selbst) und verlieren so wichtige Mitstreiter. Außerdem droht die Gefahr, uns zu überfordern.

Wer ein realistisches Selbstbild von seinen Stärken, aber auch Schwächen, hat, der kann sich besser einbringen. In schwierigen Lebensphasen können wir dann auch mal nach Hilfe fragen oder uns daran erinnern, dass wir bereits viele Tiefschläge überwunden haben.

 

UMGANG MIT GEFÜHLEN

Der bewusste Umgang mit Gefühlen macht uns absolut widerstandsfähig. Dabei geht es nicht darum, negative Gefühle zu unterdrücken. Dies würde sich nur in Form von Krankheiten in unserem Körper manifestieren. Ein resilienter Mensch kann seine Gefühle zulassen, sie aber auch bewusst steuern.

Gefühle zu fühlen, wie etwa Wut, Trauer, Verzweiflung, Zorn und Angst, macht uns frei und lässt uns wieder offen sein für positive Gefühle. Stauen sich aber alle negativen Emotionen an, so sind wir nicht mehr in der Lage, Positives hereinzulassen. Ähnlich wie ein Eimer Wasser, der bis zum Rand gefüllt ist. Dies hat auch einen weiteren Nebeneffekt: Tropft dann ein weiterer negativer Tropfen in den schon überfüllten Eimer, so droht dieser in den schlechtesten Situationen zu kippen. Besser ist es, sich seinen Gefühlen bereits im Vorfeld zu stellen, und somit den Eimer aufnahmebereit zu halten.

Nun sind wir in Deutschland leider nicht geübt darin, Gefühle zu zeigen. Ganz anders in den südlichen Ländern, wie etwa Italien. Dort wird sehr offen mit Gefühlen umgegangen. Psychosomatische Krankheiten sind hier auch eher die Ausnahme. Ich empfehle meinen Klienten, sich darin zu üben. Das kann ja auch im „stillen Kämmerlein“ stattfinden.

 

ZUVERSICHT

Zuversichtliche Menschen glauben, dass alles einen Sinn hat, oder dass sich alles in eine positive Richtung wendet. Hier spreche ich nicht zwingend von einer Religion. Viele glauben, dass es einen übergeordneten Sinn gibt – egal, wie sie es nennen: Gott, Schicksal, Bestimmung, etc. Diese Zuversicht gibt uns die Kraft, auch schwere Lebensphasen durchzustehen.

Den Sinn auch hinter einer Tragödie zu erkennen, fällt aber genau in solchen Momenten besonders schwer. Wenn uns existenzielle Ängste, Ohnmacht, Wut und Trauer das Leben schwer machen, bleibt nur die Hoffnung und der Glaube.

Oft wird uns erst nach Jahren bewusst, warum solch eine Situation auch gute Seiten hatte. Ich höre dann von meinen Klienten: Ja, wäre das nicht passiert, dann wäre ich heute nicht da und da.

 

Solltest Du gerade eine schwierige Situation in deinem Leben durchmachen, dann denke daran, dass diese Dinge Dir helfen, Dich bald wieder besser zu fühlen. Gesellschaft von positiven Menschen kann uns außerdem helfen, schnell wieder Kraft zu tanken. Um das Leben bald wieder von einer positiven Seite zu sehen.

Please follow and like us:
error

5 Anzeichen, die Dir verraten, dass Du etwas an deiner beruflichen Situation ändern solltest.

Jeder von uns hat mal einen schlechten Tag. Ist nicht gut aus dem Bett gekommen, hat sich den Kopf schon in der Küche angeschlagen und zu guter Letzt musste das Auto noch frei gekratzt werden, bei den eisigen Temperaturen. Dass da nicht der Überschwang an positiven Gefühlen vorhanden ist, kann ich gut nachvollziehen. Geht mir auch heute noch so, obwohl ich ziemlich glücklich bin mit meiner Arbeit.

Aber es gibt so ein paar Anzeichen, die Dir sagen, dass Du dringend etwas ändern musst an deiner beruflichen Situation. Ich habe diese leider schon alle einmal miterlebt und bin froh, dass ich früher oder später etwas geändert habe. (Meistens eher später als früher. Niemand mag gerne unangenehme Entscheidungen.)

Solltest Du diese 5 Anzeichen bei Dir bemerken, ist es vielleicht an der Zeit, Dir Gedanken über einen Jobwechsel zu machen:

  1. Du schläfst nicht mehr gut

Während einer meiner Jobs bin ich immer wieder nachts wach geworden. Ich habe vom nächsten Tag geträumt, weil die Aufgaben, die vor mir lagen, so herausfordernd waren und mir nicht entsprachen, dass ich nachts schweißgebadet aufgewacht bin. Das führte langfristig dazu, dass ich tagsüber unkonzentrierter wurde und damit auch keine gute Arbeit ablieferte. Wie Du siehst, ist das ein Teufelskreis.

Manchmal konnte ich tagelang nicht einschlafen, weil meine Gedanken sich immer im Kreis zu drehen schienen. Selbst das Notieren auf Zetteln und Tagebuchschreiben half mir nicht weiter. Das ging so weit, dass mich allein der Gedanken an das Bett schon nervös machte. Weil ich Angst hatte, wieder nicht einschlafen zu können.

Solltest Du diese Situationen kennen, dann empfehle ich Dir einmal über deine berufliche Situation nachzudenken. Es dreht sich nicht um eine Nacht, sondern um einen dauerhaften Zustand.

Erste-Hilfe-Tipp:
Alles, was Du versuchst zu verdrängen, wird bleiben. Bedeutet: versuche zu akzeptieren, dass Du nicht einschlafen kannst und nutze die Zeit sinnvoll. Lies ein Buch, lege Dich in die Badewanne oder denke an positive Dinge. Das wird nicht dazu führen, dass Du sofort wieder einschläfst, aber die Angst übernimmt nicht dein Denken. Bei mir hat es aufgehört, als ich akzeptiert habe, dass es nun einmal so ist. Damit haben die negativen Gedanken aufgehört und innerhalb ein paar Wochen konnte ich wieder schlafen.

  1. Du bist permanent erschöpft

Wenn Du abends nach Hause kommst, bist Du völlig ausgelaugt. Hast keine Lust mehr, etwas zu unternehmen oder Dich mit anderen zu treffen? Dann solltest Du Dir die Frage stellen, wer oder was Dir tagsüber so viel Energie entzieht? Sind es die Kollegen, das berufliche Umfeld oder deine eigentliche Tätigkeit?

Ich kenne jeden dieser Energieräuber.

Wenn Du nicht der richtigen Tätigkeit nachgehst, dann kostet Dich die Bearbeitung doppelt so viel Kraft wie die Dinge, die dir liegen.

Hast Du nur Nörgler um Dich herum? Dann können diese Dich auch ganz schön runterziehen. Hier ist es nicht immer einfach, sich abzugrenzen und „Nein“ zu sagen.

Oder sitzt Du in einem Großraumbüro, bist aber eigentlich eher ein introvertierter Typ?

Außerdem kann es ganz schön belastend sein, wenn wir einen Wertekonflikt haben. Beispielsweise: Dir ist Vertrauen sehr wichtig, merkst aber, dass deine Kollegin sehr offenherzig mit persönlichen Informationen umgeht.

Alle diese Themen lassen sich lösen, sofern wir um sie wissen und die richtigen Veränderungen vornehmen.

  1. Dir ist tagsüber langweilig

Deine Arbeit mach Dir nicht wirklich Spaß und sobald Du nichts mehr zu tun hast, langweilst Du Dich? Dann bist Du definitiv im falschen Job.

Ich meine, es kann ein Lebensmodell sein, seine Zeit abzusitzen, aber mal ehrlich: Wer hat denn darauf bitte Lust?

Viel eher empfinden wir Glück und Zufriedenheit darin, etwas zu erschaffen, uns weiterzuentwickeln oder nützlich zu sein.

Hast Du keinen Antrieb mehr, die „freie“ Zeit sinnvoll zu nutzen, solltest Du deine Jobsituation hinterfragen.

  1. Dein Körper zeigt psychosomatische Schmerzen

Blähbauch, Völlegefühl, Magenschmerzen, Rückschmerzen, Migräne kommen Dir bekannt vor? Dann sendet dein Körper schon länger Anzeichen, dass Du etwas ändern solltest.

Natürlich ist unsere meist sitzende Tätigkeit für unseren Rücken nicht gut, aber psychosomatische Schmerzen entstehen daraus nicht.

Kennst Du die Redewendungen: „Etwas lastet auf mir“? „Die Situation liegt mir im Magen“? „Der Chef liegt mir mit XY schon wieder in den Ohren“?
Nicht umsonst gibt es diese Redewendungen, denn manchmal reagiert unser Körper auf unsere Lebensumstände. So können Schmerzen sich komplett auflösen, nachdem man sich beruflich verändert hat. Ich hatte bereits Klienten, die nach dem Wechsel auf eine andere Stelle nie mehr Rückenschmerzen hatten.

  1. Deine Beziehung leidet bereits unter deinem Beruf

My home is my castle – natürlich besprechen wir unsere Probleme zu Hause. Nur, wenn es immer dieselben Probleme sind, werden sie zur Belastung in der Partnerschaft.

Wenn Du bemerkst, dass dein Partner sich immer mehr aus dem Gespräch nimmt, vielleicht auch gar nichts mehr auf deine Erzählungen erwidert, solltest Du einmal nachhaken. In unseren Beziehungen beeinflussen wir uns immer gegenseitig und wenn ein Part dauerhaft schlecht drauf ist, wirkt sich das zwingend auf die Partnerschaft aus.

Das hatte dann leider schon zu oft negative Auswirkungen auf eine Beziehung.

Achtung:
Wenn Du das Gefühl hast, dass Du der Auslöser dieser negativen Stimmung bist, habe ich einen Tipp: Suche nicht das Glück in deinem Partner. Dieser kann das negative Loch, welches aus einer destruktiven Jobsituation heraus entsteht, nicht füllen. Viel mehr liegt es nun an Dir, wieder Glück und Freude in dein Leben zu holen. Stelle Dir einmal vor, Du wärst mir Dir selbst in einer Beziehung. Was würdest Du zu Dir selbst sagen?

Solltest Du eines dieser 5 Anzeichen bei Dir über einen längeren Zeitraum beobachten, rate ich Dir, etwas an deiner beruflichen Situation zu verändern. Manchmal ist das leichter gesagt als getan. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen.

Ich empfehle immer: warte nicht so lange, bis etwas kaputt geht – handle vorher! Ansonsten wird es irgendwann nur noch schlimmer.

 

 

Please follow and like us:
error